Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Straßenverkehr

Schlepper werden immer größer, schneller, schwerer und sicherer

Landwirtschaftliche Fahrzeuge, wie Schlepper, Mähdrescher und Häcksler werden immer größer, breiter und schwerer; auch die Transportanhänger weisen immer größere Nutzlasten auf. Gleichzeitig sind landwirtschaftliche Fahrzeuge immer häufiger im Straßenverkehr anzutreffen. Transportfahrten, gerade auch im Zusammenhang mit dem Transport von Biomasse (z.B. Mais für Biogasanlagen), nehmen ständig zu.

So kommt es nicht selten auch zu Unfällen mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Besonders unfallträchtig ist dabei zum Beispiel das Abbiegen von der Straße in Feldwege oder auf landwirtschaftliche Flächen. Hier schwenken Fahrzeugteile von Anbaugeräten oft auf die Gegenfahrbahn aus. Andererseits brauchen landwirtschaftliche Transportzüge zum Beispiel beim Einbiegen vom Feld auf die Bundesstraße relativ lange, was Autofahrer oft nicht richtig einschätzen und es kommt zu Unfällen. Auch bei landwirtschaftlichen Transporten kommt es oft zu Unfällen oder Gefährdungen der anderen Verkehrsteilnehmer durch herabfallendes Erntegut, wie Kohlköpfe, Zuckerrüben usw. Gerade auch im Zusammenhang mit dem Transport von Biomasse (z. B. Mais) durch Ortschaften kommt es vermehrt zu Problemen: Größere und schnellere Züge und Maschinen sind für die Anlieger an Straßen teilweise Ungetüme, die rücksichtslos mit relativ hohen Geschwindigkeiten durch die Ortschaften brausen. Das Gehör wird durch Motor und Reifengeräusche belastet. Der Körperschall, hervorgerufen durch die schwingenden schweren Fahrzeuge, überträgt sich bis in die Häuser. Das wirkt sich besonders dann aus, wenn nachts gefahren wird.  Hier ist ein sensibleres Verhalten der Fahrer von landwirtschaftlichen Fahrzeugen gefordert. Außerdem sollten betroffene Anlieger, Bewohner über Ihr Vorhaben bzw. die Sachzwänge informiert werden und es sollte einfach langsamer mit gedrosselter Motordrehzahl gefahren werden.

CLAAS TUCANO