Die Raps-, Weizen- und Roggenernte geht los!

Die Mähdrescher sind weiter unterwegs. Nachdem die Gerstenernte nun eingeholt ist holen unsere Bauern in Mecklenburg-Vorpommern nun Raps, Weizen und Roggen vom Feld.

 

Die Getreideernte – Damals und Heute

Es gab vor 100 Jahren für die Arbeit auf den Feldern keine oder nur wenige Maschinen. Die meisten Äcker waren damals kleiner als heute. Viele Menschen waren für die Getreideernte nötig, denn fast alles wurde von Hand gemacht. Die gesamte Bauernfamilie, Knechte und Mägde mussten mithelfen. Wenn das Getreide reif war, wurden die Halme mit der Sense knapp über der Erde abgemäht. Diese sehr anstrengende Arbeit machten die Männer. Die Frauen nahmen die abgeschnittenen Halme auf und formten daraus Bündel. Geschickt knoteten sie einige Halme um die Mitte des Bündels. So entstanden die Garben. Zum Trocknen wurden die Garben so aufgestellt, dass die Ähren oben waren. Oft machten Kinder diese Arbeit. Später wurden die Garben auf einen Pferdewagen geladen und in die Scheune des Bauernhofes gebracht. Dort lagerten sie bis zum Spätherbst oder Winter. Dann wurden die Garben aus der Scheune geholt und die Halme mit den Ähren auf dem Dreschplatz ausgebreitet. Mit Dreschflegeln aus Holz schlugen die Männer die Körner aus den Ähren. Mit Entwicklung der Mähmaschine um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Handarbeit beim Mähen des Getreides zunehmend, bis hin zum gleichzeitig mähenden und Garben bindenden Mähbinder, mechanisiert. Heute hingegen erfolgt die Getreideernte fast ausschließlich mit Hilfe von Mähdreschern. Diese mähen in einem Arbeitsgang das Getreide, dreschen es aus. Dies geschieht in der Maschine. Die aus den Ähren gedroschenen Körner werden in einem Tank gesammelt. Regelmäßig leert der Mähdrescher den Körnertank über ein Rohr auf einen Anhänger. Das Stroh wird entweder als sogenanntes Schwad auf dem Feld abgelegt, aus dem später auch Ballen gepresst werden können. Oder es wird gehäckselt und auf dem Feld zwecks besserer Einarbeitung und Verrottung verteilt und dann untergepflügt. In Deutschland werden seit ca. den 60er Jahren Mähdrescher eingesetzt.

Getreide