10 Monate nach der Flut - Wie sieht es heute in den betroffenen Orten aus?

Im Juni 2013 standen an Elbe und Saale vielerorts landwirtschaftliche Flächen metertief unter Wasser. Als sich das Wasser dann langsam zurückzog, wurden erst die erheblichen Schäden sichtbar. Nicht nur unbrauchbar gewordene Kulturen im Boden waren die Folge, auch eine große Menge an Schlick- und Schlamm hatte sich auf den Feldern abgelagert.

Viele Landwirte stellten Anträge auf Entschädigung, diese wurden auch rasch bearbeitet und so konnten die finanziellen Hilfen schnell fließen. Was ebenfalls von vielen Landwirten positiv bemerkt wird: der große Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung. Nicht nur Betriebe untereinander halfen sich gegenseitig mit Mannes- und Maschinenkraft, auch die Kommunen und Kreisverbände gaben so weit wie möglich Unterstützung und standen ebenfalls mit fachmännischem Rat zur Seite.

Jetzt haben die landwirtschaftlichen Betriebe alle Hände voll zu tun. Die Entwicklung der Vegetation schreitet rasch voran. Der erste Raps zeigt bereits gelbe Blütenblätter, vielerorts haben die Landwirte schon die Aussaat der Zuckerrüben abgeschlossen. Somit sind sie dem Vorjahr schon zwei bis drei Wochen voraus. Wenn der Boden die richtige Temperatur erreicht hat, wird auch schon bald der erste Mais bestellt werden können.

Die betroffenen Flächen werden also langsam aber sicher wieder nutzbar gemacht und so sollte einer erfolgreichen Ernte in diesem Jahr nichts entgegenstehen.

Einen ausführlichen Bericht eines Betriebes aus der Saale-Aue können Sie in der aktuellen Ausgabe der Bauernzeitung (14. Woche 2014) lesen.

(Foto: Detlef Finger, Hochwasser bei Fischbeck, Bauernzeitung 26.02.2014)

Flut bei Fischbeck, Juni 2013