Wiederholungskennzeichen

Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen dürfen grundsätzlich nur in Betrieb genommen werden, wenn sie zum Verkehr zugelassen sind. Dies schreibt der § 3 der Fahrzeugzulassungs-Verordnung (FZV) vor. Land- oder forstwirtschaftliche (lof) Fahrzeuge im lof Betrieb, wie Zugmaschinen ab 6 km/h, Anhänger mit mehr als 25 km/h und selbstfahrende Arbeitsmaschinen mit mehr als 20 km/h bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit erhalten ein amtliches grünes Kennzeichen und die Ausfertigung einer Zulassungsbescheinigung. Diese werden vom zuständigen Straßenverkehrsamt jedoch nur dann erteilt, wenn das Fahrzeug einem genehmigten Typ entspricht oder eine Einzelgenehmigung erteilt ist und eine Kfz-Haftpflichtversicherung besteht.

 

Steuerbefreiung

Grüne Kennzeichen bedeuten eine Steuerbefreiung. Für Fahrzeuge und Anhänger, die dafür infrage kommen, muss also keine Kraftfahrzeugsteuer entrichtet werden.
Zu beantragen ist die Steuerbefreiung beim Finanzamt, denn für die entsprechende Befreiung hat neben Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) und der Straßen-Verkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZo) auch das Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) Wirkung. Dabei verpflichtet sich der Fahrzeugbesitzer, dass das entsprechende Fahrzeug oder der Anhänger ausschließlich für den Zweck eingesetzt wird, der die Steuerbefreiung ermöglicht. Andernfalls stellt das ein strafbares Vergehen gegen das Steuergesetz dar.

Ansonsten werden die Fahrzeuge und Anhänger wie alle anderen Fahrzeuge und Anhänger im öffentlichen Straßenverkehr behandelt. Das bedeutet, dass bei einer gesetzlichen Versicherungspflicht (Kfz-Haftpflichtversicherung) die entsprechenden Versicherungsanträge zu stellen sind. Ebenso besteht auch die Pflicht zur Hauptuntersuchung (HU) sowie der Abgasuntersuchung (AU) bei Zugmaschinen und Pkws.

Von daher müssen bei der Zulassung folgende Dokumente vorhanden sein:

  • Zulassungsschein Teil I (Fahrzeugschein) und Fahrzeugbrief
  • Versicherungsbestätigung und Bestätigung vom Finanzamt
  • Dokumente zur HU / AU
  • Kennzeichen
  • Personalausweis / Reisepass

 

Anhänger bis 25 km/h sind zulassungsfrei

Anhänger in lof Betrieben sind von den Zulassungsverfahren ausgenommen, wenn sie nur für lof Zwecke verwendet und mit einer Betriebsgeschwindigkeit bis 25 km/h hinter Zugmaschinen oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen mitgeführt werden. Als Anhänger gelten auch Ladewagen, Gülletransporter, Miststreuer oder Häckselwagen.
Die Betriebserlaubnis für den zulassungsfreien Anhänger kann gemäß § 4 FZV eine Übereinstimmungsbescheinigung, Datenbestätigung oder Einzelgenehmigung sein. Diese Papiere können zuhause aufbewahrt werden.
Zugmaschinen dürfen zwei, selbstfahrende Arbeitsmaschinen einen Anhänger ziehen. Zulassungsfreie lof Anhänger müssen heckseitig ein „25“-Schild tragen.

 

Wiederholungskennzeichen anbringen

Die zulassungsfreien Anhänger erhalten gemäß §10 FZV ein Wiederholungskennzeichen, das der Halter des Zugfahrzeugs für eines seiner Zugfahrzeuge verwenden darf. Es könnte also das Wiederholungskennzeichen irgendeiner zugelassenen Zugmaschine oder auch zugelassenen selbstfahrenden Arbeitsmaschine des Betriebes sein. Eine Abstempelung des Wiederholungskennzeichens ist nicht erforderlich. Es sollte geprüft werden, ob bei geliehenen zulassungsfreien Anhängern auch das Wiederholungskennzeichen eines der Zugfahrzeuge des Halters vorhanden ist. Andernfalls ist ein Wiederholungskennzeichen eines der Zugfahrzeuge des Betriebes mitzuführen. Im Zug gilt für den zulassungsfreien Anhänger die Kfz-Haftpflicht des ziehenden Zugfahrzeugs. Die Betriebshaftpflicht wird bei einem Schaden ohne Zugfahrzeug wirksam. Dies sollte mit dem Versicherer abgeklärt werden.

 

 

Wiederholungskennzeichen